Advent


Adventsfeier


Als Abschluss des. 2. Halbjahres findet immer am 1. Donnerstag im Advent unsere Adventsfeier statt. Sie beginnt mit einer Roratemesse, die von den kfd Frauen mitgestaltet wird.

In diesem Jahr begleitete der Kichenchor die Messe und trug mit Adventsliedern zur Feierlichkeit des Gottesdienstes bei. Unseren herzlichen Dank konnten wir ihnen und ihren Chorleiter Marco Weibels auf der anschließenden Adventsfeier entgegenbringen.

Wir freuten uns über ein volles Haus, haben sich doch ca. 130 Mitglieder und Gäste zusammengefunden um mit uns den Weg durch den Advent zu beschreiten. Gedankt sie an dieser Stelle auch den vielen Frauen, die eine bunte Palette an Plätzchen gebacken und gespendet haben, die uns in jedem Jahr ein wunderbares Geschmackserlebniss bereiten. Das wir auch in diesem Jahr wieder neue Mitglieder begrüßen durften, die in der Adventsfeier immer offizell aufgenommen werden, hat uns sehr gefreut. Dieser Zuspruch ist auch für unsere Arbeit doch auch als ein Zeichen zu sehen, dass wir uns auf einem guten Weg befinden.
An dieser Stelle wünschen wir allen kfd-Frauen und ihren Angehörigen eine besinnliche Adventszeit, ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen hoffentlich gesegneten und gesunden Weg in eine neues Jahr.

Allen die gern "unseren Weg durch den Advent" noch einmal Revue passieren lassen möchten stellen wir hier die Texte der Adventsfeier zur Verfügung.

Der Engel sucht die Tiere aus


Als Josef mit Maria auf dem Weg nach Bethlehem war, rief ein Engel die Tiere heimlich zusammen, um einige auszuwählen, der Heiligen Familie im Stall zu helfen. Als erster meldete sich natürlich der Löwe: "Nur ein Löwe ist würdig, dem Herrn der Welt zu dienen", brüllte er, "ich werde jeden zerreißen, der dem Kind zu nahe kommt!" "Du bist mir zu grimmig", sagte der Engel. Darauf schlich sich der Fuchs näher. Mit unschuldiger Miene meinte er: "Ich werde sie gut versorgen. Für das Gotteskind besorge ich den süßesten Honig und für die Wöchnerin stehle ich jeden Morgen ein Huhn!" "Du bist mir zu verschlagen", sagte der Engel. Da stelzte der Pfau heran. Rauschend entfaltete er sein Rad und glänzte in seinem Gefieder. "Ich will den armseligen Schafstall köstlicher schmücken als Salomon seinen Tempel!" "Du bist mir zu eitel", sagte der Engel. Es kamen noch viele und priesen ihre Künste an. Vergeblich. Zuletzt blickte der strenge Engel noch einmal suchend um sich und sah Ochs und Esel draußen auf dem Feld dem Bauern dienen. Der Engel rief auch sie heran: "Was habt ihr anzubieten?' "Nichts", sagte der Esel und klappte traurig die Ohren herunter, "wir haben nichts gelernt außer Demut und Geduld. Denn alles andere hat uns immer noch mehr Prügel eingetragen!" Und der Ochse warf schüchtern ein: "Aber vielleicht könnten wir dann und wann mit unseren Schwänzen die Fliegen verscheuchen!" Da sagte der Engel: "Ihr seid die richtigen!"
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RECHTE ERKENNTNIS
Für unseren Weg lernen wir von Ochs und Esel. Während uns oft Kopflastigkeit und rein verstandesmäßige Suche nach dem Sinn von Weihnachten den Weg zur Krippe verstellen, stehen Ochs und Esel einfach nur staunend vor dem Wunder und lassen sich beschenken. Dankbar nehmen sie das Futter an, während wir manchmal der geistlichen Nahrung kopfschüttelnd gegenüber stehen. **************************************************************************************************

Langer Weg - Teil des Geschenkes

(Autor unbekannt)
Auf einer abgelegenen Südseeinsel lauschte ein Schüler aufmerksam der Weihnachtserzählung der Lehrerin, die gerade erklärte: "Die Geschenke an Weihnachten sollen uns an die Liebe Gottes erinnern, der seinen Sohn zu uns auf die Erde gesandt hat, um uns zu erlösen, denn der Gottessohn ist das größte Geschenk für die ganze Menschheit. Aber mit den Geschenken zeigen die Menschen sich auch untereinander, dass sie sich lieben und in Frieden miteinander leben wollen." Am Tage vor Weihnachten schenkte der Junge seiner Lehrerin eine Muschel von ausgesuchter Schönheit. Nie zuvor hatte sie etwas Schöneres gesehen, das vom Meer angespült worden war. "Wo hast du denn diese wunderschöne und kostbare Muschel gefunden?", fragte sie ihren Schüler. Der Junge erklärte, dass es nur eine einzige Stelle auf der anderen Seite der Insel gäbe, an der man gelegentlich eine solche Muschel finden könne. Etwa 20 Kilometer entfernt sei eine kleine versteckte Bucht, dort würden manchmal Muscheln dieser Art angespült. "Sie ist einfach zauberhaft", sagte die Lehrerin. "Ich werde sie mein Leben lang bewahren und dich darum nie vergessen können. Aber du sollst nicht so weit laufen, nur um mir ein Geschenk zu machen." Mit leuchtenden Augen sagte der Junge: "Der lange Weg ist ein Teil des Geschenkes." ***********************************************************************************************************
VON HERZEN SCHENKEN
Lege dein Herz hinein, dann erreicht es den anderen. ***********************************************************************************************************

Es war keine Liebe drin

(Autor unbekannt)
Es war einem Tage kurz vor Weihnachten auf einem Rundgang durch ein Altenheim. Zu dem Zimmer eines alten Herrn, der alleine für sich wohnte, war vor einer Viertelstunde noch die Paketpost heraufgekommen. Darum wunderte ich mich nicht, dass auf mein Klopfen zunächst keine Antwort kam. " Aha, das Weihnachtspaket! " dachte ich. Tatsächlich, als es endlich hieß: " Herein! " stand der alte Herr vor dem Tisch und stocherte in dem eben geöffneten Paket. Man sah auf den ersten Blick, dass es ein reiches Paket war. Später hörte ich, dass die Absenderin, die Tochter des alten Herrn, eine reiche Geschäftsfrau war. Damals litten alle Leute Not und Mangel. Es war die Hungerzeit nach den Zweiten Weltkrieg. Doch in diesem Paket sah man Zigarren, Tabak, Cognac, Rotwein, gefütterte Schuhe, warme Sachen - alles was man sich ersehnen konnte. Der alte Herr aber machte zu all dem nur ein mürrisches Gesicht. Kein Fünkchen Freude war zu sehen. " Aber, Herr Becker ", sagte ich jetzt, " wie kann man vor solch einem Weihnachtspaket solch ein trauriges Gesicht machen? Da ist doch alles Gute drin! " Da sah mich der alte Herr an und sagte: " Da ist keine Liebe drin!" Dann begann er von der reichen Tochter zu erzählen. Sie hatte das Paket von den Angestellten packen lassen. Sie hatte eine billige, vorgedruckte Weihnachtskarte geholt und darunter geschrieben: " Deine Tochter Luise und Schwiegersohn". Sonst nichts, kein persönlicher Weihnachtswunsch, kein Besuch, keine Einladung:" Feiere das Fest mit uns! " Die bestens ausgesuchten Geschenke waren Stück für Stück noch mit den Preisschildern versehen, damit der alte Vater merken sollte, was man für ihn ausgegeben hatte. Er hatte recht: " Es ist keine Liebe darin!" Die schönsten und reichsten Geschenke sind nichts wert und können keine Freude machen, wenn keine Liebe darin ist. *******************************************************************************************************************
LIEBE
Jeder von uns sucht Liebe, Zuwendung, Wertschätzung. So sehnen sich heute wohl die meisten nach einem Geschenk,
das Ausdruck der Liebe ist. ***********************************************************************************************************

Die Apfelsine der Waisenknaben

(nach Charles Dickens)
Schon als kleiner Junge hatte ich meine Eltern verloren und kam mit neun Jahren in ein Waisenhaus in der Nähe von London. Es war mehr als ein Gefängnis. Wir mussten 14 Stunden am Tag arbeiten - im Garten, in der Küche, im Stall, auf dem Feld. Kein Tag brachte eine Abwechslung, und im ganzen Jahr gab es für uns nur einen Ruhetag: Das war der Weihnachtstag. Dann bekam jeder Junge eine Apfelsine zum Christfest. Das war alles. Keine Süßigkeiten. Kein Spielzeug. Aber auch diese Apfelsine bekam nur derjenige, der sich im Laufe des Jahres nichts hatte zu Schulden kommen lassen und immer folgsam war. Diese Apfelsine an Weihnachten verkörperte die Sehnsucht des ganzen Jahres. So war wieder einmal das Christfest herangekommen. Aber es bedeutete für mein Knabenherz fast das Ende der Welt. Während die anderen Jungen am Waisenhausvater vorbeischritten und jeder seine Apfelsine in Empfang nahm, musste ich in einer Zimmerecke stehen und zusehen. Das war meine Strafe dafür, dass ich eines Tages im Sommer hatte aus dem Waisenhaus weglaufen wollen. Als die Geschenkverteilung vorbei war, durften die anderen Knaben im Hofe spielen. Ich aber musste in den Schlafraum gehen und dort den ganzen Tag über im Bett liegen bleiben. Ich war tieftraurig und beschämt. Ich weinte und wollte nicht länger leben. Nach einer Weile hörte ich Schritte im Zimmer. Eine Hand zog die Bettdecke weg, unter der ich mich verkrochen hatte. Ich blickte auf. Ein kleiner Junge namens William stand vor meinem Bett, hatte eine Apfelsine in der Hand und hielt sie mir entgegen. Ich wusste nicht, wie mir geschah. Wo sollte eine überzählige Apfelsine hergekommen sein? Ich sah abwechselnd auf William und auf die Frucht und fühlte dumpf in mir, dass es mit der Apfelsine eine besondere Bewandtnis haben müsse. Auf einmal kam mir zu Bewusstsein, dass die Apfelsine bereits geschält war, und als ich näher hinblickte, wurde mir alles klar, und Tränen kamen in meine Augen. Und als ich die Hand ausstreckte, um die Frucht entgegenzunehmen, da wusste ich, dass ich fest zupacken musste, damit sie nicht auseinanderfiel. Was war geschehen? Zehn Knaben hatten sich im Hof zusammengetan und beschlossen, dass auch ich zu Weihnachten meine Apfelsine haben müsse. So hatte jeder die seine geschält und eine Scheibe abgetrennt, und die zehn abgetrennten Scheiben hatten sie sorgfältig zu einer neuen, schönen und runden Apfelsine zusammengesetzt. Diese Apfelsine war das schönste Weihnachtsgeschenk in meinem Leben. Sie lehrte mich, wie trostvoll echte Kameradschaft sein kann. ***********************************************************************************************************
FREUNDSCHAFT
Vieles kann der Mensch entbehren, nur den Menschen nicht. (Ludwig Börne) *********************************************************************************************************

Die Geschichte vom "Kostbaren Besitz"

(Autor unbekannt)
Marie hat vor vielen Jahren, als die Zeiten noch anders waren - das Geld war knapp, man ging mit allem sparsam um - für ihren Vater eine Schachtel aufwendig mit viel Goldpapierfolie verziert. Der Vater reagierte wütend über diese Verschwendung. Marie schwieg dazu, denn die Schachtel war das Weihnachtsgeschenk für den Vater. Am Heiligen Abend lag die reich verzierte Goldschachtel unter dem Weihnachtsbaum. Marie überreicht ihrem Vater die Schachtel: "Das ist für dich Papa." Der Vater war verlegen, weil er am Vortag so überreagiert hatte. Er öffnete die Geschenkschachtel und wurde wieder sehr zornig, als er sah, dass diese leer war. Wütend sagte er zu ihr: "Weißt du nicht, junge Dame, dass wenn man jemand ein Geschenk gibt, auch etwas in der Verpackung sein sollte?" Das kleine Mädchen betrachtete ihn mit Tränen in den Augen und sagte: " Papa, sie ist nicht leer, ich hab so viele Bussis hinein gegeben, bis sie ganz voll war." Der Vater war ganz tief betroffen, er nahm Marie zärtlich in seine Arme und bat sie, ihm seinen unnötigen Zorn zu verzeihen. Im Laufe der Zeit war das Kind erwachsen geworden und wohnte 20 Flugstunden entfernt auf einem anderen Kontinent. Der Vater behielt jedoch die Geschenkschachtel sein ganzes Leben lang neben seinem Bett. Immer wenn er durch schwierige Probleme entmutigt wurde, öffnete er seine Goldschachtel und stellte sich vor, einen Kuss von seiner Marie herauszunehmen und erinnerte sich dabei an die Liebe des Kindes, die sie dort hinein gegeben hatte. Jeder von uns hat so eine goldene Schachtel, die gefüllt ist mit unbedingter Liebe und Küssen von unseren Kindern, von Familie und von Freunden. Das ist der kostbarste Besitz, den man haben kann. ******************************************************************************************************************
SCHATZ DER ERINNERUNG
Was Gestern unseren Tag reich gemacht, was uns zum Lachen, zum Zweifeln, zum Glauben gebracht hat, ist heute ein Teil unserer ganz eigenen Geschichte, welche sich festschreibt in der Erinnerung.
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Auf der Suche


(nach Werner Reiser)
In der folgenden Geschichte hören wir von den heiligen drei Königen - etwas vorgegriffen? Ich glaube nicht - eher nachschauend. In der Nacht erteilte ihnen der Engel den Befehl, nicht mehr zu Herodes nach Jerusalem zurückzukehren, sondern auf einem anderen Wege in ihre Heimat zu ziehen. Noch vor Sonnenaufgang hatte sich ihre Karawane wieder in Bewegung gesetzt. Kein Stern stand mehr am Himmel, seitdem der Stern, dem sie gefolgt waren, verblasst war. Er konnte sie nicht länger leiten. Da sie nicht nach Jerusalem konnten, nahmen sie den Weg in die entgegengesetzte Richtung; die Weisen auf Pferden und Kamelen, ihre Diener ihnen über Stock und Stein folgend. Kaum waren sie zwei Stunden unterwegs, da ging es nicht mehr weiter. Nur noch Felsen und Schluchten. Wenn sie sich jetzt nur nicht verirrten oder stolperten und sich verletzten! Also hieß es: absteigen und Rat halten! Sie brachten kluge Argumente vor, konnten sich nicht einigen. Und als sich ihre Konferenz hinzog, drängten sich auch die Diener heran. Plötzlich brachte einer hervor: "Ich weiß, wo sich hier ein kleiner Pfad durch die Berge schlängelt." Da wurde einer der Könige böse: "Seit wann mischen sich Knechte ein, ohne gefragt zu werden?" Der zweite pflichtete ihm bei: "Wo kämen wir hin, wenn hier jeder ungefragt mitreden wollte?" Und der Erste beendete das Thema: "Seit wann weisen uns denn Diener den Weg?" Da stammelte der Diener: "Vor wenigen Stunden knieten wir gemeinsam vor dem Kind, jetzt müssen wir uns gemeinsam in die Dinge der Welt hineinknien." "Papperlapp, hier ist nicht mehr die Krippe, hier ist die kalte Welt mit anderen Gesetzen, mit Rangunterschied und Rederecht." Da wusste jeder der drei Knechte, wie wenig das Licht von der Krippe in die Herzen der Könige gestrahlt war. Wie begossene Pudel probten sie den Rückmarsch. Der dritte König hatte sich bisher nicht eingemischt. Wie von einem Licht erfasst , hielt er den beiden Königen entgegen: "Es kommt mir schon seltsam vor. Unsere Diener tun alles für uns. Sie bedienen uns beim Essen und decken uns in kalter Nacht zu. Sie tragen unsere Lasten und kümmern sich um die Tiere. Aber zu sagen haben sie nichts? Woran das wohl liegt?" Dann zog er den Diener zu sich und fragte ihn: "Sag, kennst du diese Gegend?" "Ja, vor vielen Jahren wurde ich als Kriegsgefangener durch diese Gegend geschleppt. Um eine günstige Fluchtmöglichkeit auszuspähen, prägte ich mir vieles ein. Ich habe es nicht vergessen." Der König dankte dem Diener und versicherte seinen Mitreisenden: "Dieser Mann ist zuverlässig. Wir können ihm vertrauen." Vom Reittier herab rief er dem Knecht zu: "Geh vor, aber zuerst gib mir dein Gepäck, ich habe genügend Platz dort, wo bisher das Gold lag für das Kind." Die beiden anderen Könige waren entrüstet: "Bedenkst du nicht, was du tust? Du stellst die Welt auf den Kopf!" Der dritte König lächelte: "Welche Welt stelle ich auf den Kopf, wenn man aufeinander hört und die Lasten anders verteilt?" Und während sie sich den Weg bahnten, meinten sie, es liefe auf dem dunklen Weg ein heller Glanz mit. So suchten sie jetzt vereint den Weg. *******************************************************************************************************************
Warum diese Geschichte?
Für uns Frauen in der kfd ist diese Geschichte Inhalt unserer Arbeit, denn nur was viele gemeinsam tragen, und wo jeder sich nach seinen Möglichkeiten und Talenten einbringen kann, kann es gelingen.
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Wir freuen uns acht neue Miltglieder begrüßen zu dürfen, die uns auf unseren Weg begleiten.